Ich möchte Ihnen hier einmal zeigen, wie ich und viele andere so meine/unsere freie Zeit verbringe, wohl bemerkt Freizeit.
Vor ca. 2 Wochen machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass ein junges Mädchen einen Welpen auf dem Markt in Santa Maria geschenkt bekam, den ihre Eltern ihr aber verboten hatte zu behalten. So habe ich dort angerufen und da sie in der Nähe wohnt, bin ich am Freitag dorthin, um Fotos vom dem Welpen zu machen, um ein neues Zuhause für ihn zu finden.
Montag habe ich das Mädchen samt Welpen abgeholt, da ich mittlerweile Kontakt zu einer Welpenstation aufgenommen hatte und man mich genau instruierte, wie der Kleine entwurmt und geimpft werden sollte, so fuhren wir zur Tierärztin in der Nähe. Das Geld für alles und hochwertiges Futter habe ich aus eigener Tasche gezahlt, da die Mutter der jungen Besitzerin sofort abblockte und keinen Cent dazu steuern wollte.
Dienstag habe ich eine 5-stündige Vorstandsitzung von BALDEA hinter mich gebracht, um die Themen: Kastrationsmobil, Katzen einfangen, Einstellung einer 2. Veterinärshalbtagskraft für die Katzenkastrationen, Schulprojekt „Soziale Kompetenz durch Haustiere“ und unendlich viele Einzelschicksale, bei denen wir hilflos sind und mangels Geld und Unterkünfte nicht helfen können, zu behandeln. Danach habe ich immer Kopfschmerzen, nicht wegen des Spanisch, sondern wegen der traurigen Schicksale.
Mittwoch habe ich wie jeden Tag neben meiner Arbeit Mails von Tieren in Not beantwortet, als Schatzmeisterin von BALDEA Überweisungen getätigt, mit unserer Gestoria gemailt und versucht zu verstehen, wie was für einen Verein funktioniert und vieles mehr.
Donnerstag war ich mit einer Wandergruppe bei der Hitze in Deia und im Anschluss bei einer 87 jährigen Bekannten, die abgelegen auf einer Ölfinca mit ca. 27 Katzen lebt. Die Fahrt dorthin war ein Abenteuer, da ich nur den Wanderweg kenne. Also fuhr ich auf super engen Schotterpisten mit meinem Autochen hoch zu ihr in die Berge, um im Endeffekt 4 halbwilde Katzen einzufangen, die mich zuvor gut gekratzt hatten, um diese in unsere Klinik in Palma zu bringen, wo sie sterilisiert bzw. kastriert wurden.
Freitag fuhr ich gegen späten Abend mit meinem Mann und unseren 2 Hunden wieder zur Klinik und habe die Katzen abgeholt. Wir machten uns auf den langen Weg zur Finca der alten Dame, haben die Tiere abgegeben, frische „glückliche Eier“ bekommen und eine Spende von 60 € für die Materialkosten der OP, die ich als Schatzmeisterin von BALDEA verwalte.Dann endlich gönnte auch ich mir eine Auszeit. Wir fuhren runter nach Llucacari, gingen hinab an die felsige Küste und schwammen samt unserer zufriedenen Hunde, die dort niemand stören konnten, um dann im Deia einen netten Abend zu verbringen.
Samstag musste ich den 6 Wochen jungen Welpen morgens abholen, da die Mutter der jungen Besitzerin damit drohte, ihn auf die Straße zu setzen, was sein sicherer Tod gewesen wäre. Ich wiederrum drohte mit Anzeige und habe ihn vorsichtshalber abgeholt, denn solchen Menschen ist nicht zu trauen. Dann hoffte ich, dass unsere Hunde den Winzling nicht mobben würden, sie interessierten sich gar nicht für ihn und wir behielten ihn bis Nachmittag. Währenddessen führte ich einige Gespräche, da eine Bekannte mir sagte, auf Facebook, wo ich ein Foto von ihm hatte, evtl. Freunde von ihr sich für ihn interessieren würden. Die musste ich jetzt gewinnen und so kam der kleine Kerl einige Stunden später an der Playa de Palma bei einem netten jungen deutschen Paar an, die ihn hoffentlich behalten. Danach gingen mein Mann und ich erneut kurz an den Strand und beschlossen weder auf SMS noch Anrufe noch Mails bis Montagmorgen zu reagieren.
Ich möchte jetzt kein Lob, Anerkennung ist nett, aber hilft mir nicht, sondern ich wünsche mir auch einmal Zeit für mich zum Malen, Schreiben und zum Faulenzen zu haben. Es gibt aber immer mehr Elend, egal wo man hinguckt und immer weniger Menschen, die bereit sind sich aktiv einzubringen. Wer das nicht mag oder kann, könnte aber Vereine oder auch uns von BALDEA mit Spenden helfen, denn dann könnten wir wiederum arbeitslose, junge Menschen anstellen, die Katzen fangen, zur Klinik fahren, Inspektionen machen, Pressearbeit, Telefonate und Mails beantworten, organisieren etc. Unsere Koordinatorin überschlägt sich vor Arbeit u.a. mit der Bürokratie, unsere Präsidentin wird in ihrem Laden von Tierschutzangelegenheiten überrannt und unsere Sekretärin versorgt eine kleine Auffangstation in Cala Millor etc…………. und wir alle sind chronisch müde und ausgepowert, denn jeder hat noch sein eigenen Tierschutzverein neben der Arbeit bei BALDEA.
Wenn jeder nur ein bisschen geben würde, wäre viel gewonnen. Und dem Image der Insel auch gedient. Hoffentlich versteht das die neue Regierung auch, bei der wir nun vorsprechen müssen.
Für weitere Infos schauen Sie unter: www.baldea.org oder www.baldea.de

Es ist wieder soweit. Wenn Sie auf Wochenmärkten kleine niedliche Welpen sehen, seien Sie hart und kaufen Sie auf gar keinen Fall einen Welpen, um ihn zu retten. Damit kurbeln Sie nur das Geschäft der skrupellosen Verkäufer an, die die Welpen mit bereits 4 Wochen der Mutter entreißen. Sie besitzen meist keine Lizenz und der Hund oder die Katze sind weder geimpft noch entwurmt, sondern meist schlecht ernährt und oftmals krank. Ich weiß wie schwer das ist, aber nur durch die konsequente Verweigerung kann man den illegalen Zuchtbetrieben begegnen. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie einen Welpen erst mit 4 Monaten ausführen können, da er erst mit 3 Monaten gegen Tollwut geimpft werden kann und diese mindestens 1 Monat alt sein muss, bevor er mitgenommen werden kann.
Nichts desto trotz hat genau so ein kleiner Rüde das Herz einer 17 Jährigen erweicht, die nun aber von Seiten ihrer Eltern das Hündchen nicht behalten darf und nun dringend ein neues Zuhause sucht. Er ist ca. 6 Wochen alt, gestern habe ich ihn impfen lassen, er wird entwurmt und entfloht. Vermutlich bleibt er kleinwüchsig, er ist wie alle Welpen verspielt, etwas schüchtern und sehr lieb …. halt süß. Oben auf dem Foto ist er. Bitte kontaktieren Sie mich hier, wenn Sie jemanden kennen, der sich für ihn interessiert.
Zur Zeit herrscht wieder Welpenschwemme auf der Insel…………. Bitte helfen Sie uns dieser zu begegnen. Wir, also BALDEA, möchten in die Schulen und die Kinder aufklären und haben einen Tierarzt, der verwilderte Katzen kastriert, aber alles kostet viel Geld. Schauen Sie auf unserer homepage www.baldea.de
psteiner,
28.06.2011, 21:51 | Abgelegt unter: Tierschutz | RSS 2.0 | TB | Kommentare geschlossen
Jetzt geht es wieder los, die Badesaison lockt Millionen von Touristen und wir alle werden im ach so schönen Mittelmeer schwimmen gehen. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken über das Mittelmeer gemacht. Zum Beispiel über seine Entstehung?

Das Europäische Mittelmeer ist ein Überrest des Tethys, eines weltumspannenden Urozeans, der den globalen Superkontinent Pangaea umgab. Die Bildung des Mittelmeeres ist zunächst Resultat der Öffnung Pangaeas und der Drift der Afrikanischen Platte nach Norden. Der Mittelmeerraum und seine Inseln sind Resultat komplexer tektonischer und morphologischer Prozesse, die noch nicht abschließend geklärt sind. So wurden auch die Balearen durch tektonische Verschiebungen aufgefaltet und stellen daher ehemaligen Meeresboden dar. Ist schon merkwürdig, wenn man sich vorstellt, man läuft auf ehemaligen Meeresboden umher. Das erklärt auch wieso die Insel aus Kalkstein besteht. Ehemalige kalkproduzierende Meeresorganismen, sowie die Gehäuse der Korallen, Schnecken und Muscheln sind für die Entstehung des kalkhaltigen Gesteins auf Mallorca verantwortlich.
Oder wussten Sie, dass der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres mit rund 3,8 Prozent höher liegt als der des Atlantiks? Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert.
Vielleicht denken Sie beim nächsten Schwimmen mal daran. (z.T. Quelle Wikipedia)
psteiner,
17.06.2011, 18:42 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Kommentare geschlossen
Sehr geehrte Frau Klein,
ich weiß nicht, wen Sie versucht haben zu kontaktieren, aber ich möchte Sie über die Situation des Tierschutzes auf der Insel und in Ihrer Gemeinde informieren. Weder Bunyola noch Santa Maria verfügen über ein privates Tierheim geschweige ein Gemeindetierhiem. Seit Anfang des Jahres müssen die Gemeinden aber gefundene Tiere für 8 Tage unterbringen, um dem Besitzer die Möglichkeit zu geben, das Tier abzuholen. So gut wie keine der kleinen Gemeinden hat Stallungen, so dass die Tiere irgendwo meinst bei der Polizei in winzigen Zwingern mehr schlecht als recht für diese Zeit aufbewahrt werden. Danach kommt Natura Parc, die mit ca. 48 Gemeinden der insgesamt 53 auf der Insel ein Abkommen hat, um diese nach Son Reus bringen, wo sie, falls Sie keinen Chip haben, mangels Platz eingeschläfert werden. Dies tut dort niemand gerne, aber da die Politik trotz guter Vorsätze die Wirtschaftskrise und die Koalitionsprobleme in die Quere kamen, wurde kein Ausweichtierheim gebaut. Die privaten Tierheime sind fast ausschließlich winzige Vereine, die komplett ehrenamtlich arbeiten und neben ihren Vollzeitjobs in ihrer Freizeit einen kleinen aber wichtigen Beitrag leisten, um das Elend zu lindern. Keiner dieser Tierschutzvereine kann die täglichen unzähligen Hilferufe, wie der Ihrige zufriedenstellend abarbeiten, da weder ausreichend Platz noch Geld noch Manpower vorhanden sind. Daher werden immer alle Personen gebeten, wenn möglich, eine Pflegestelle für die gefundenen Tiere zu finden. Den Eindruck, der in der VOX Serie Hund Katze Maus vermittelt wurde, ist leider zu positiv ausgefallen. Die meisten Tierschützer sind am Rande ihrer Kräfte, viele Engagierte werden sterbenskrank bei all dem Elend, den diese wenigen zu bewältigen haben und Prominente sind oftmals wenig hilfreich, da nur vor der Kamera aktiv.
psteiner,
6.06.2011, 15:39 | Abgelegt unter: Tierschutz | RSS 2.0 | TB | Kommentare geschlossen
Liebe Petra, liebe Teilnehmer der Hundewanderung am gestrigen Sonntag (8. Mai 2011),
im Namen der vier FAAM-Hunde Pepples, Robin Hood, Filou und Chocolate, die gestern auf der Wanderung mitgehen durften, möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Euch bedanken! Die Vier waren so unendlich glücklich und enspannt, als wir sie am Ende der Wanderung wieder in Empfang genommen haben und haben sich zufrieden ins Auto gekuschelt. Ihr habt ihnen einen wundervollen Tag geschenkt und ihnen gezeigt, wie schön das Leben als Familienhund sein könnte. Ich bin sicher, sie wissen jetzt, worauf sie sich freuen können, wenn sie erst einmal ihre eigenen Familien gefunden haben. Das für FAAM gespendete Startgeld der gestrigen Wanderung können wir sehr gut gebrauchen und sagen auch dafür im Namen aller Hunde von First Aid Animales Mallorca ein herzliches Dankeschön!
Viele liebe Grüße & ein freundliches WAUvon allen FAAM 4- und 2-Beinern

